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Implantate - Praxis Dr. Mendler

Implantate sind im Körper eingepflanzte künstliche Materialien, welche permanent oder zumindest für einen längeren Zeitraum dort verbleiben sollen. Dabei unterscheidet man häufig nach medizinischen, plastischen und funktionellen Implantaten.

Mit Implantaten kann der Halt verbessert oder sogar die Prothese ganz ersetzt werden.

Anwendungen für ZahnImplantate:

  • Einzelzahnersatz
  • Versorgung von größeren Lücken
  • Versorgung von verkürzten Zahnreihen
  • Haltverbesserung bei abnehmbaren Prothesen
  • Vollständiger oder teilweiser Ersatz des Zahnbogens mit einer festsitzenden Brücke
     

Inplantierter Zahnersatz besteht aus bis zu drei Komponenten: einer künstlichen Wurzel, die vom Zahnarzt in den Kieferknochen eingesetzt wird, einem Verbindungsstück und einer künstlichen Zahnkrone bzw. der Brücke oder Prothese, die im zahntechnischen Labor von hoch qualifizierten Zahntechnikern gefertigt wird. Moderne Implantate werden heute auch einstückig hergestellt, was die Behandlungszeit und die Kosten reduziert. Die künstliche Wurzel besteht in der Regel aus dem Metall Titan. Sie wird in Form einer Schraube oder eines Zylinders hergestellt und ist zwischen acht und 16 Millimeter lang. Auf dieser Zahnwurzel wird ein Verbindungsstück und anschließend der Zahn bzw. die Brücke oder Prothese befestigt. Das Verbindungsstück – auch Inplantatpfosten genannt – ist meist aus Titan oder Keramik, die Zahnkrone oder -brücke wird wie eine herkömmliche Krone aus Metall mit einer Keramikverblendung oder Keramik gefertigt.


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Rund 600.000 künstliche Zahnwurzeln setzen Zahnärzte jedes Jahr in Deutschland ein. Sie dienen als Basis für einzelne künstliche Zähne oder als Anker für Brücken, festsitzende oder herausnehmbare Prothesen. Der Einsatz des Inplantats erfolgt schrittweise: Am Anfang steht eine gründliche Untersuchung und Planung der Inplantatposition. Stellt der Zahnarzt dabei Zahn- oder Zahnfleischerkrankungen fest, müssen diese zuerst behandelt werden und ausheilen, bevor die Inplantation beginnen kann.

Außerdem muss der Kieferknochen genügend Substanz aufweisen. Ist er zu dünn, verpflanzt der Inplantologe z.B. vom Kinn Knochensplitter, welche an der betreffenden Stelle um das Implantat wieder eingesetzt werden. Werden nur geringe Mengen Knochensplitter benötigt, können diese während der Inplantation gewonnen werden, indem Knochenspäne beim Bohrvorgang mit speziellen Filtern aufgefangen werden. Eine weitere Möglichkeit bietet künstlicher Knochenersatz. Er wird meist aus Beta - Tricalciumphosphat oder aus Meeresalgen im Labor synthetisch hergestellt. Dennoch muss dem künstlichen Knochenersatz rund 50 % Eigenknochen dazu gemischt werden. Knochenaufbaumassnahmen bringen er zusätzliches Infektions- und Operationsrisiko mit sich.

Wer weder auf den Knochenaufbau warten, noch umständliche Zwischenprothesen tragen möchte, kann auch auf moderne BOI - Implantate zurückgreifen, die von seitlich in den Kiefereingesetzt werden und im Regelfall sofort belastet werden können. Diese Implantate nutzen den Knochen in der Breite aus, weswegen meistens kein Knochenaufbau nötig ist. Nur hoch spezialisierte Inplantologen beherrschen die BOI-Technologie.

 

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Implantate aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren.

 

 

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